News & Aktuelles

Januar 2015

Einsame Spitze

Einmal den Traum verwirklichen. Einmal das Unmögliche möglich machen. Einmal einen Weg gehen, den kein Mensch zuvor gegangen ist. Das Ziel vor Augen sehen und sich eingestehen müssen, es ist unerreichbar. Ein neues Ziel setzen. Aufbrechen. Und ankommen!

„Unverfroren“: Ines Papert und Thomas Senf, einer der besten Alpinfotografen der Welt, setzen in diesem packenden Buch aus dem Delius Klasing Verlag der Freundschaft ein Denkmal: der Freundschaft zum Hochgebirge; der Freundschaft zu alpinen Abenteuer; der Freundschaft zwischen einer Frau und einem Mann, die gemeinsam ein großes Ziel angehen, wohl wissend, dass sie es nur gemeinsam erreichen können. Das Ziel: die Nordwand des Tengkampoche (6.500 m) im nepalesischen Himalaja zu meistern, auf einer Route, die bis dahin noch niemand zuvor bewältigt hatte.

Der Entschluss war gleichsam aus der Not geboren: Ein Sturz an einem Berg in Marokko, eine Schulterverletzung, die Ines Papert zu einer langen Pause zwang, zum Nachdenken und zum Setzen neuer Ziele: eben diese unbegangene Route und – noch kühner – danach kein Abstieg, sondern eine Talfahrt im Gleitflug. Dann kam wieder alles anders: Eismangel auf der Route machte den Plan zunichte, eine alternative Linie kam des schlechten Wetters wegen nicht in Betracht. Also ein neues Ziel: der Likhu Chuli I, 6.719 m − und noch unbestiegen.

Was für ein Abenteuer! Und was für Strapazen für das Duo: Meterhoher Pulverschnee, eine Nacht auf einem winzigen Schneeband in der 70 Grad steilen Wand. Eisige Stürme, eine weitere bitterkalte Nacht unter dem Gipfelgrat. Erste Erfrierungserscheinungen. Thomas muss aufgeben. Ines kämpft sich nach oben, ganz allein. Gipfelglück. Mühseliger Abstieg. Was für ein dramatischer Bericht! Und welch ein Zeugnis von Wagemut und von un-erschütterlicher Freundschaft! Ines und Thomas sind wahre Profis, die viel riskieren, aber nicht alles, Die nicht blindlings darauf losgehen, sondern offenen Auges. Und so enthält der Band (ein zusätzlicher Reiz) auch einfühlsame Schilderungen der nepalesischen Kultur.

Portrait der Co-Autorin Lisa Lindner

Lisa Lindner, Jahrgang 1989, lebt in Fürth, Bayern. Die Autorin absolvierte in Erlangen einen Bachelor der Germanistik und Nordichen Philologie, daran anknüpfend studiert sie derzeit Literaturstudien im Masterstudiengang. Seit ihrer Jugend verfasst Lisa Lindner Prosatexte sowie kleinere journalistische Beiträge und war u.a. Stipendiantin der Bayerischen Akademie des Schreibens.

Details zum Buch

„Unverfroren“
173 Seiten, 90 Farbfotos, 7 S/W-Fotos, Format 15 × 22,5 cm
ISBN 978-3-667-10153-2
Delius Klasing Verlag, Bielefeld

Webseite Delius Klasing

Dezember 2014

Spendenaufruf für Stefan Rass; Aktualisierung: 23.12.2014

Ab sofort gibt es ein Spendenkonto mit automatischer Ausstellung einer Spendenquittung. Bis 50 € genügt der Überweisungsbeleg, um es steuerlich geltend zu machen.

Spendenkonto Gemeinde Bayerisch Gmain
IBAN: DE68710500000020321980
BIC: BYLADEM1BGL

Eure Hilfe wird nach wie vor dringend gebraucht, das Geld wird u.a. verwendet um ihm eine optimale Rehabilitation zu gewährleisten. Stef macht grad große Schritte aber hat einen langen, steinigen Weg vor sich. Vielleicht sehen wir uns ja auf meinem Benefizvortrag in Berchtesgaden am 30.1.2016 (im Kletterzentrum des DAV). Das würde mich freuen.

Danke und Euch allen frohe Weihnachten und ein glückliches, gesundes und vor allem unfallfreies Jahr 2016.



Dankbarkeit auszudrücken ist oft schwer aber nie war sie euch sicherer.

Am 16.11. ist Stefan Rass (Österreich) in Sizilien völlig unverschuldet mit einem Block, in welchen der Standplatz gebohrt war, aus 25 m Höhe bis auf den Boden gestürzt. Das Seil hat ihn aber noch gebremst. Das er überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Momentan liegt er mit einem schweren Schädel- Hirn- Trauma in einer Salzburger Klinik im künstlichen Koma. Prognosen für die weitere Entwicklung können nur sehr schwer getroffen werden. Wir hoffen und beten für ihn, dass er bald wieder für seine junge Familie da sein kann und irgendwann wieder Fels unter seinen Fingern spüren wird.

Stef wird in absehbarer Zeit nicht in seinem Beruf als Bergführer arbeiten können. Jeder von uns könnte leicht in eine ähnliche Situation geraten und niemand schaut gern untätig von außen zu. Deswegen wollen wir euch die Möglichkeit geben, Stef und seine Frau Kathi mit ihren Kindern Amelie (3 Jahre) und Noah (1 Jahr) zu unterstützen.

Auf dem Spendenkonto ist jeder Betrag herzlich willkommen.

Spendenkonto Rass
IBAN AT32 3502 0000 0051 5676
BIC RVSAAT2S020
Raiffeisenbank Großgmain

Danke sagen seine Freunde Felix Frieder und Ines Papert.

14/06/30



Ohne Rauch, stirbst du auch.

Ines Papert und Lisi Steurer gelingt am 17.08.2014 bzw. am 28.08.2014 die erste Rotpunkt-Begehung der Route „Ohne Rauch stirbst du auch“ an der Nordwand der Großen Zinne.

Weiterlesen

14/06/30



Publikation Bergsteiger

Ein toller, 6-seitiger Bericht im Bergsteiger von Johanna Stöckl.

14/03/25



Senja Island Vol. 2

Inspiriert von unserer Reise in 2013 reisen wir ein weiteres Mal auf die wilde Insel im hohen Norden Norwegens. Wir wollen uns einer Aufgabe mit einem großen Fragezeichen stellen. Die Erst- und freie Begehung der direkten Finnmannen, einer Mixedlinie, welche ich im letzten Jahr realisieren konnte.

Gemeinsam mit Rudi Hauser (A) und Alpinfotograf ThomasSenf (CH) breche ich ende Februar auf, doch schon bei unserer Ankunft in Tromsö stellen sich die ersten Probleme ein. Kein Mietwagen ist mehr zu bekommen, das Gepäck hängt irgendwo fest und es regnet in strömen bei warmen Plusgraden. „Rent a wreck“ ist die Lösung, ein „Oldtimer“ Baujahr 1991 wird zu unserem treuen Begleiter, und auch das Gepäck taucht am nächsten Tag auf. Nur die warmen Temperaturen halten sich beständig.

Das Wiedersehen mit Bent Eilertsen in der Senjalodge ist sehr herzlich.
Voller Tatendrang steigen wir bald in jene Linie ein, unter welcher ich 2013 voller Ehrfurcht erstarrt bin und schlussendlich eine Linie weiter rechts erschloss, um den extrem hohen Schwierigkeiten auszuweichen. Ein derartig steiles Felsdach zieht sich über uns in den Himmel, und führt nach ca. 100m wieder ins Eis jener Route Finnmannen M9+.

Finnmonster A2+, WI6 400m

Wir entdecken eine Rissspur, die sich durch alle Dächer zieht und steigen hier, in direkter Falllinie zum Eis ein. Wir sind in den 4 Seillängen gut gefordert, was die Trickkiste des technischen Klettern`s betrifft. Aber wir müssen enttäuscht erkennen, dass bei den schlechten Sicherungen und dem völlig unerwartet brüchigem Fels keine freie Begehung möglich ist.

Gemäß Senja Tradition begehen wir die Route ausschliesslich mit mobilen Sicherungen. Mit Bohrhaken würde die Sache möglicherweise anders aussehen. Unsere Einstellung ändert sich deshalb jedoch nicht. Wir beenden die Route bis zum Ausstieg und paddeln mit den Seekajaks ein letztes Mal zurück über den Fjord, mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Die Erstbegehung ist gelungen, doch eine freie Begehung ist aussichtslos und bleibt deshalb unversucht. Das Monster.

Eagles Paradise 8/IIIV WI5 500m

Am Roalden 885m, dem Hausberg von Senjahopen gelingt mir mit Rudi Hauser die erste Route durch seine imposante Nordwand. Die 500 m Wand bietet exponierte Kletterei im schottischen Stil und wir sind dankbar um jedes gefrorene Moos- oder Graspolster. Während des klettern´s werden wir immer wieder von Adlern besucht.

Crazy Maze 8+/IX WI4+ 600m

Am Breitinden 1000m wartet eine Route auf uns, die von 2 Teams u.a. Twid Turner, Rich Cross und Bent Eilertsen ca. 100m unter dem Gipfel abgebrochen wird. Sie können keinen kletterbaren Ausstieg finden.

Mit ihren hilfreichen Information und den Abseilhaken sind Thomas Senf und ich schnell an jener Stelle, an der es für die Briten kein weiterkommen mehr gab. Abrupt ändert sich die Situation. Aus einem einfachen WI 4 „Icegully“ wird nun kraftvolle Kletterei in überhängendem Fels bei trickreicher Sicherung.

Die letzte Seillänge zum Gipfel gehört Thomas, auch „Wühlmaus“ genannt. Hier hatte sich im Kamin jede Menge Triebschnee gesammelt und macht vor allem mir, weiter unten am Stand das Leben unangenehm. Nach einige Spreiz- und Stemmübungen steht Thomas am Gipfel des höchsten Berges der Insel.

Weitere News findet ihr auf meiner Facebook Fanpage

Infos zum Foto
Foto: visualimpact.ch | Franz Walter
Vielen Dank für Dein Interesse an meiner Webseite (Kontaktinfos)