News & Aktuelles
6. Mai 2013

Ines Papert, Lisi Steurer und Patrik Aufdenblatten eröffnen neue Route in der Tadrarate Südwestwand in Taghia, Marokko
Inspiriert von den spektakulären Bildern, die Kurt Albert und Toni Arbones von ihrer Erstbeghung der Route „Antro.po.cene“ an der Tadrarate mitbrachten, reisten Ines Papert, Lisi Steurer aus Österreich und der Schweizer Partik Aufdenblatten von 1. bis 18. April 2013 nach Marokko, um in der Taghia Schlucht im Atlasgebirge eine neue Route zu eröffnen. Begleitet wurden sie dabei vom Fotografen Franz Walter und dem Kameramann Hans Hornberger.
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22. April 2013
Trailer: Die Schwarze Madonna (The Black Madonna)
Achim Joos (Flugschule Freiraum) & Ines Papert
Sendetermin: 2.8. um 20.15 auf ServusTV
Dauer: 52min
Produktion: ed.ge pictures, Kamera: Eduardo Gellner
22. Februar 2013

Eisklettern über dem Polarkreis – Ines Papert gelingen Erstbegehungen in Senja mit Thomas Senf, Nina und Christian Schlesener.
Mir gelingt das Highlight unserer Norwegen Reise, gemeinsam mit Bent Vidar Eilertsen am letzten Tag, nachdem ich zuvor mit Thomas Senf die Vorarbeiten abschliessen konnte. Nach 19 Stunden im Seekajak und in der Wand, ist das Werk vollbracht. Die “Lappländerin” bekommt einen Finnmannen an ihre Seite. (Neutour: Finnmannen M9+/WI7 clean, 400m)
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10. Oktober 2012
Neutour und Erstbegehung am Untersberg
Schwarze Madonna: Sie ist die schwierigste und somit die „ Mutter“ aller Routen am Untersberg :) meinem Hausberg, an dem ich das Klettern begonnen habe.

2008 brach ich gemeinsam mit Stefan Rass auf, um eine vor langer Zeit von Michael Grassl („Gschlossei“) begonnen Linie an der Südwestwand des Untersberg am Berchtesgadener Hochthron fortzusetzen.
Ich war dankbar für Gschlossei`s Einverständnis, denn die Linie hatte ich schon oft eingehend studiert. Stefan und ich bohrten die Route in direkter Linie von unten ein. Nach der technischen Begehung stellte sich heraus, dass eine freie Begehung recht schwierig werden könnte. Dass es schließlich doch ganze vier Jahre bis zu meiner Rotpunktbegehung dauern würde, ahnte ich damals nicht.
Während meiner Begehungsversuche quälen mich Zweifel, ob ich nicht doch zu klein gewachsen bin für die schwierige Plattenstelle, die für mich mit einem Längenzug die Schlüsselstelle ausmacht. Ich habe die Hoffnung nie verloren, dass – trotz meiner ausgestreckten Position – eines Tages der linke Fuß nicht von dem abschüssigen Tritt rutschen würde. Der Gripp würde entscheidend sein.
10. Oktober 2012
Mixed Doppel

Alpines Klettern mit Gleitschirmfliegen zu kombinieren, spukte schon länger in meinem Kopf herum. Ende September konnte ich mein erstes Projekt dazu realisieren. Mein Begleiter war kein geringerer als Achim Joos, Gesamtweltcupsieger im Gleitschirmfliegen und zugleich mein Kumpel und Gleitschirmlehrer.
Die Idee, Achims Welt mit meiner zu verbinden, hat uns beiden von Anfang an gereizt. Fliegen und Klettern zu kombinieren, mit den Elementen Luft und Fels zu spielen, hatte sich bald als fixe Idee in unseren Köpfen festgesetzt. Auch gefiel uns die Tatsache, dass dieses Projekt unmittelbar vor unserer Haustür und ohne irgendwelche Hilfsmittel stattfinden konnte. Logisch, dass jeder von uns seine Qualitäten entsprechend einbrachte und so war Achim der Boss beim Fliegen, während ich die Führung beim Klettern übernahm.
Mitte September steigen wir bei mir zu Hause über den Alpgartensteig auf den 1613 Meter hohen Predigtstuhl südlich von Bad Reichenhall. Mit Kletter- und Gleitschirmausrüstung auf dem Rücken sind die 1000 Höhenmeter bis auf den Gipfel bereits ein ordentlicher „warmup“. Von dort aus geht es in die Luft. Wir versuchen – so gut es im Herbst eben geht – an Höhe zu gewinnen und steuern unseren Zielpunkt, die 500 Meter hohe Göll Westwand an. Achim und ich sind dabei immer in Funkkontakt. Aufgrund der eher schwachen Thermik müssen wir früher als erhofft landen und den Rest zum Wandfuß des Hohen Göll zu Fuß zurücklegen. Im Dunkeln kommen wir an der Scharitzkehlalm an, wo wir die Nacht verbringen.

Um 5 Uhr morgens sind wir startklar. Wir steigen in den Alpinklassiker, den „Großen Trichter“ ein, der mit seinem Schwierigkeitsgrad VI für mich eher moderates Klettern bedeutet. Die schweren Gleitschirmrucksäcke tragen oder haulen (ziehen) wir durch die Wand. Ich übernehme die Führung. Die Kletterei ist anstrengend und über das Zusatzgewicht, das wir mit uns schleppen, eine echte Herausforderung. Ziemlich erschöpft erreichen wir am späten Nachmittag den 2522 Meter hohen Gipfel des Hohen Göll. Auf der österreichischen Seite des Berges machen wir uns startklar für den Rückflug, der im roten Abendlicht besonders stimmungsvoll ausfällt.
Was an diesem Projekt so reizvoll war?
Jeder von uns beiden musste in der Paradedisziplin des anderen jeweils ein Stück weit an seine Grenze gehen. Bei mir bestand die „Crux“ darin, den Predigtstuhl im Flug Richtung Hoher Göll möglichst gut zu überhöhen. Für Achim war die Challenge wohl der große Quergang in der Westwand. Außerdem bestätigte uns dieses Vorhaben wieder einmal, dass unzählige Abenteuer unmittelbar vor unserer Haustür schlummern. Man muss sie nur finden und angehen.





