News & Aktuelles

29. Februar 2012



Foto: Thomas Senf | visualimpact.ch

Eisklettern in Norwegen

Nach einer Erkundungsfahrt von Rudi Hauser im Dezember 2010 reisten wir an die Westküste Norwegens. Nur wenige Autostunden von Trondheim entfernt, schlängeln sich die Fjorde zwischen steilen Schluchten und gigantischen Felswänden hindurch. Das Gebiet ist unter Basejumpern bekannt, doch bislang wenig bekannt für die Möglichkeiten schwieriger Eis- und Mixedlinien.

Ich hatte die großartige Chance, gemeinsam mit Rudi Hauser, Lukas Seiwald, Kurt Astner, Emanuele Ciullo, Thomas Senf und Scott Milton dorthin zu reisen. Unsere Erwartungen waren groß, das Team stark und hoch motiviert.

Von unserer Basis, einer idyllische Fischerhütte am Sunndalenfjord (http://hut.no) aus, erkundeten wir die Gebiete Sunndalen, Amotan, Eikesdal, Eresfjord und Trollveggen.

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27. Januar 2012



Foto: Hans Hornberger

Illuminati M11+, WI 6+

2006 entdeckt mein Black Diamond Teamkollegen Albert Leichtfried dieses gigantische Felsdach, mit moralischen abschließenden Eislängen. Schon damals hatte ich große Lust auf eine Wiederholung, doch das Eis im oberen Wandteil ließ auf sich warten. 2009 versuchte ich mit Kurt Astner das erste Mal, doch mangels Eis stiegen wir nicht höher. Ein weiteren Versuch unternahm ich 2010 mit der Südtirolerin (und amtierenden Weltmeisterin) Angelika Reiner. Diesmal waren die Temperaturen zu niedrig. Bei minus 20° war an einen Durchstieg im 11. Mixedgrad mit dünnen Handschuhen nicht zu denken. Auch das Eis war wieder sehr dünn, die Säule stand nur minimal am Band auf. Bei derartigen Temperaturen wollte ich einfach nicht mal an die Begehung einer fragilen Säule denken. Aber soweit kamen wir gar nicht.

Der Gedanke an „Illuminati“ ließ mich über die Jahre nicht los. Grund genug, es endlich zu wagen.Ein Anruf beim befreundeten Bergführer und Eiskletterer aus St. Ulrich genügte, um in die Bedingungen in Erfahrung zu bringen. Hubert Moroder meinte, es sei wenig Eis am Ausstieg aber vielleicht sogar ausreichend für eine Begehung. Ich musste mir selbst ein Bild verschaffen. Diesmal war meine Freundin Lisi Steurer (www.bergstatt.at) mit von der Partie.

Die Spannung nahm zu, ich konnte es kaum erwarten die Route zu sehen. Endlich standen wir unter ihr, es war wie im Traum. Blau schimmerndes Eis, die Sonne blitzte über die Berggipfel, die Temperaturen eher zu warm für die Jahreszeit. Ich spürte, dass ich es heute schaffen könnte. Und ich schaffte das Felsdach, diesmal auf Anhieb. Die Eislängen kletterten wir erst, nachdem sich die Sonne hinter dem Berg verabschiedet hatte. Wir wollten uns nicht in Gefahr bringen, denn immer wieder stürzten Eiszapfen runter. Nun Stand ich vor der 20m Eissäule von 1m Durchmesser und es zog sich mir kurz der Magen zusammen. Keine Schraube über 20 m senkrechte Kletterei! Die Frage: würden das meine Nerven aushalten?

Ich ging kurz in mich, aber das Bauchgefühl war gut. Ich stieg höher, bis über den Spannungsriss und …endlich konnte ich die erste brauchbare Schraube setzen. Jetzt noch eine kleine Fleißaufgabe und wir hatten den Ausstieg erreicht. Wir jubelten vor Freude, Lisi über ihre bestandene Diplomprüfung, ich über die bestandene Illuminati Prüfung.

Wir danken Hubert Moroder (eine gute Adresse für Führungen In Eis und Mixed) und seiner Familie für die Gastfreundschaft und die Unterkunft im Residence Lastei.

25. Januar 2012

Climbing Harbin Ice




Unser erstes Video aus Harbin. Gefilmt und geschnitten von Sebastisch Tischler (drehXtrem).

14. Januar 2012



Ice & Snow World Harbin, China

Anfang Januar 2012 reiste ich nach Harbin, einer Millionenstadt im hohen Norden Chinas. Dort findet seit 1985 jährlich das internationale Eis- und Schneefestival statt. Ich kletterte als erste Sportlerin überhaupt an den beeindruckenden Gebäuden aus Eis.

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12. Oktober 2011



Mount Kyzyl Asker Expedition, Kirgistan

Nach meiner letzten Expedition mit Thomas Senf und Wolfgang Russegger zum „Roten Soldaten“, dem 5842 Meter hohen Mount Kyzyl Asker und zwei gescheiterten Versuchen im Spätherbst 2010 stand für mich ein erneuter Versuch an diesem Berg fest. Zum zweiten Mal reiste ich also in die abgelegene Gebirgsregion Kookshal Too im Thien Shan in Kirgistan. Das Ziel: Die von zahlreichen Alpinisten angestrebte, bisher undurchstiegene Südostwand des Mount Kyzyl Asker.

Hätte die steile, 1200 Meter hohe Wand aus Eis und Fels nicht zahlreiche Schwierigkeiten in Bezug auf Kletterkönnen, Logistik und Bedingungen parat, wäre sie wohl nicht mein Ziel geworden. Ich wusste um die große Herausforderung, fühlte mich aber nach einer mehrwöchigen Winterkletterreise durch Schottland, monatelangem Konditionstraining und einer schnellen Besteigung des Mont Blanc optimal vorbereitet.

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Infos zum Foto
Foto: visualimpact.ch | Franz Walter
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