News & Aktuelles

Februar 2015

Ines Papert wiederholte „The Hurting“ XI 11 am Coire an t-Sneachda, Schottland am 22.Februar

Foto: Nadir Khan

Ich bin zurück aus Schottland und habe mir dort einen langgehegten Traum erfüllt. Seit langem stand eine der schwierigsten Routen Schottlands ganz oben auf meiner To Do Liste.
„The Hurting“ wurde schon 2005 von Dave MacLeod erstbegangen und seither nur 3 mal wiederholt. Der Grund: sie ist bekannt für extrem anspruchsvolle technische Kletterei neben der Herausforderung, mobile Sicherungen in der sehr glatten Wand zu legen. 11 steht für den höchsten Schwierigkeitsgrad, was die Absicherung betrifft. Und davor hatte ich großen Respekt, denn ich wollte definitiv keinen „Ground fall“ riskieren. Deshalb habe ich bei meinen letzten Besuchen in Schottland die Finger von dieser Route gelassen. Es braucht einfach genügend Übung und sehr viel Selbstvertrauen, schwierige Routen komplett clean zu klettern, so wie es hier in Schottland grundsätzlich üblich ist.

Doch diesmal fühlte ich mich bereit. Gemeinsam mit Seppi Pfnür (DAV Expeditionskader) reiste ich am 12. Februar nach Schottland, für mich stand ein Vortrag beim Fort William Festival auf dem Programm. Für uns beide viele Abenteuer bei typisch schottischem Wetter. Wir könnten jede menge Klassiker begehen u.a. die legendäre Route „The Secret“ am Ben Nevis und „Never Mind“ an den Cairngorms. Am Freitag den 20. Februar unternahm ich dann einen ersten Versuch in „The Hurting“ doch musste mich geschlagen geben. Schlechte Bedingungen und schwache Nerven nach einem Sturz in einen Pecker sorgten dafür, das die freie Begehung an diesem Tag nicht gelang.

Am meinem letzten Tag und nur wenigen Stunden Schlaf sollte es dank Simon Yearsleys Unterstützung endlich so weit sein. Doch der Wetterbericht war alles andere als vielversprechend. Ab Mittag waren schwere Stürme bis zu 100 km/h und mehr vorausgesagt. Ich willigte seinem Vorschlag ein, sehr früh zu starten, um vor dem Sturm wieder unten zu sein.

Ich hatte von Simon gelernt, nicht aufzugeben bevor man die Wand erreicht, auch wenn man beim Zustieg fast vom Sturm verblasen wird.

Ein Bericht von Simon über meine Begehung findet ihr auf Planetmountain: planetmountain.com


Januar 2015

Einsame Spitze

Einmal den Traum verwirklichen. Einmal das Unmögliche möglich machen. Einmal einen Weg gehen, den kein Mensch zuvor gegangen ist. Das Ziel vor Augen sehen und sich eingestehen müssen, es ist unerreichbar. Ein neues Ziel setzen. Aufbrechen. Und ankommen!

„Unverfroren“: Ines Papert und Thomas Senf, einer der besten Alpinfotografen der Welt, setzen in diesem packenden Buch aus dem Delius Klasing Verlag der Freundschaft ein Denkmal: der Freundschaft zum Hochgebirge; der Freundschaft zu alpinen Abenteuer; der Freundschaft zwischen einer Frau und einem Mann, die gemeinsam ein großes Ziel angehen, wohl wissend, dass sie es nur gemeinsam erreichen können. Das Ziel: die Nordwand des Tengkampoche (6.500 m) im nepalesischen Himalaja zu meistern, auf einer Route, die bis dahin noch niemand zuvor bewältigt hatte.

Der Entschluss war gleichsam aus der Not geboren: Ein Sturz an einem Berg in Marokko, eine Schulterverletzung, die Ines Papert zu einer langen Pause zwang, zum Nachdenken und zum Setzen neuer Ziele: eben diese unbegangene Route und – noch kühner – danach kein Abstieg, sondern eine Talfahrt im Gleitflug. Dann kam wieder alles anders: Eismangel auf der Route machte den Plan zunichte, eine alternative Linie kam des schlechten Wetters wegen nicht in Betracht. Also ein neues Ziel: der Likhu Chuli I, 6.719 m − und noch unbestiegen.

Was für ein Abenteuer! Und was für Strapazen für das Duo: Meterhoher Pulverschnee, eine Nacht auf einem winzigen Schneeband in der 70 Grad steilen Wand. Eisige Stürme, eine weitere bitterkalte Nacht unter dem Gipfelgrat. Erste Erfrierungserscheinungen. Thomas muss aufgeben. Ines kämpft sich nach oben, ganz allein. Gipfelglück. Mühseliger Abstieg. Was für ein dramatischer Bericht! Und welch ein Zeugnis von Wagemut und von un-erschütterlicher Freundschaft! Ines und Thomas sind wahre Profis, die viel riskieren, aber nicht alles, Die nicht blindlings darauf losgehen, sondern offenen Auges. Und so enthält der Band (ein zusätzlicher Reiz) auch einfühlsame Schilderungen der nepalesischen Kultur.

Portrait der Co-Autorin Lisa Lindner

Lisa Lindner, Jahrgang 1989, lebt in Fürth, Bayern. Die Autorin absolvierte in Erlangen einen Bachelor der Germanistik und Nordichen Philologie, daran anknüpfend studiert sie derzeit Literaturstudien im Masterstudiengang. Seit ihrer Jugend verfasst Lisa Lindner Prosatexte sowie kleinere journalistische Beiträge und war u.a. Stipendiantin der Bayerischen Akademie des Schreibens.

Details zum Buch

„Unverfroren“
173 Seiten, 90 Farbfotos, 7 S/W-Fotos, Format 15 × 22,5 cm
ISBN 978-3-667-10153-2
Delius Klasing Verlag, Bielefeld

Webseite Delius Klasing

Dezember 2014

Spendenaufruf für Stefan Rass; Aktualisierung: 23.12.2014

Ab sofort gibt es ein Spendenkonto mit automatischer Ausstellung einer Spendenquittung. Bis 50 € genügt der Überweisungsbeleg, um es steuerlich geltend zu machen.

Spendenkonto Gemeinde Bayerisch Gmain
IBAN: DE68710500000020321980
BIC: BYLADEM1BGL

Eure Hilfe wird nach wie vor dringend gebraucht, das Geld wird u.a. verwendet um ihm eine optimale Rehabilitation zu gewährleisten. Stef macht grad große Schritte aber hat einen langen, steinigen Weg vor sich. Vielleicht sehen wir uns ja auf meinem Benefizvortrag in Berchtesgaden am 30.1.2016 (im Kletterzentrum des DAV). Das würde mich freuen.

Danke und Euch allen frohe Weihnachten und ein glückliches, gesundes und vor allem unfallfreies Jahr 2016.



Dankbarkeit auszudrücken ist oft schwer aber nie war sie euch sicherer.

Am 16.11. ist Stefan Rass (Österreich) in Sizilien völlig unverschuldet mit einem Block, in welchen der Standplatz gebohrt war, aus 25 m Höhe bis auf den Boden gestürzt. Das Seil hat ihn aber noch gebremst. Das er überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Momentan liegt er mit einem schweren Schädel- Hirn- Trauma in einer Salzburger Klinik im künstlichen Koma. Prognosen für die weitere Entwicklung können nur sehr schwer getroffen werden. Wir hoffen und beten für ihn, dass er bald wieder für seine junge Familie da sein kann und irgendwann wieder Fels unter seinen Fingern spüren wird.

Stef wird in absehbarer Zeit nicht in seinem Beruf als Bergführer arbeiten können. Jeder von uns könnte leicht in eine ähnliche Situation geraten und niemand schaut gern untätig von außen zu. Deswegen wollen wir euch die Möglichkeit geben, Stef und seine Frau Kathi mit ihren Kindern Amelie (3 Jahre) und Noah (1 Jahr) zu unterstützen.

Auf dem Spendenkonto ist jeder Betrag herzlich willkommen.

Spendenkonto Rass
IBAN AT32 3502 0000 0051 5676
BIC RVSAAT2S020
Raiffeisenbank Großgmain

Danke sagen seine Freunde Felix Frieder und Ines Papert.

14/06/30



Ohne Rauch, stirbst du auch.

Ines Papert und Lisi Steurer gelingt am 17.08.2014 bzw. am 28.08.2014 die erste Rotpunkt-Begehung der Route „Ohne Rauch stirbst du auch“ an der Nordwand der Großen Zinne.

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14/06/30



Publikation Bergsteiger

Ein toller, 6-seitiger Bericht im Bergsteiger von Johanna Stöckl.

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Foto: visualimpact.ch | Franz Walter
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